kathadownunder

 
18Dezember
2014

Wir leben noch!

Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen zu faul war, um euch auf dem Laufenden zu halten... Sorry! 

Also die letzten drei Wochen haben wir wie angekündigt mit Frida (unserem Campervan) verbracht. Die Gute hat die ganze Zeit tapfer durchgehalten und uns sicher über 20% Steigung oder Gefälle und Serpentinen ohne Ende von A nach B gebracht. 

Geschlafen haben wir hier und da, mal auf kostenlosen Campingplätzen, mal kostenpflichtigen (wenn wir duschen mussten oder Strom brauchten) und manchmal einfach so irgendwo. Der beste Spot war aber definitv ganz am Ende, wo wir auf einem kleinen Streifen Festland, der rausführt aufs Meer, schlafen konnten. Ein richtiger Campingplatz war das zwar nicht, aber die Polizei ist andauernd vorbeigefahren und hat nichts gesagt. Abends hat man dort ab und zu Delfine vorbeischwimmen sehen und hatte einen tollen Ausblick auf die Städte der Gold Coast.

 

 

 

North Stradbroke Island ist wirklich ein Traum! Man fährt von Brisbane aus gerade mal eine halbe Stunde mit der Fähre und bekommt ein tolles Meer, viele Delfine, Manta Rochen, Kängurus und von Juni bis November sogar Wale zu sehen. Daniel und ich haben uns den Sonnenbrand unseres Lebens geholt, aber das war es wert.

 

 

 

Wir hatten uns vorgenommen, im Lamington Nationalpark wirklich sportlich zu sein und begaben uns auf einen 11 km Wanderweg, der dann leider nach 2 km von einer dicken fetten Schlange unterbrochen wurde, die sich mitten auf dem Weg sonnen wollte.

   Zurück auf dem Parkplatz holt Daniel ein Brötchen aus dem Auto und zack - Attacke der Papageien! 

 

 

    In Yamba gibt es den Blue Pool, fragt mich nicht wie der entstanden ist.... Irgendwas mit Wellenbrechern. Auf jeden Fall ist das Ding super tief und wird vom Regenwasser der Regenzeit gefüllt. Naja, das wichtigste ist, dass man da wirklich Spaß haben kann! Daniel hat sich gefühlt wie Tarzan und man konnte von den Klippen springen.

 

 

 

 

Momentan sind wir mal wieder in Brisbane, aber morgen geht es an die Sunshine Coast nach Caloundra und am 22. fahren wir nach Rainbow Beach, wo wir Weihnachten mit Anna und den zwei Iren verbingen, die dann endlich ihre Farmarbeit in Bowen beendet haben. Silvester geht es dann mit unserer Gruppe wieder (wie kann es anders sein) nach Brisbane. Alle Wege führen nach Brisbane... Fühle mich schon ganz heimisch hier.

Wünsch euch schöne Weihnachtstage und hoffe, dass ich mich aufraffen kann und ein bisschen fleißiger meinen Blog update.

 

23November
2014

Byron Bay und Coolangatta

Tut mir Leid, dass ich so lange nichts von mir habe hören lassen, aber das Internet in den letzten Hostels war eine Katastrophe...

Daniel ist gut angekommen und wir sind drei Tage in Brisbane geblieben. Unternehmen konnte man fast nichts, weil die Stadt sich überlegt hat, während des G20-Gipfels ein paar Feiertage einzulegen und alles geschlossen hatte. Obama und Merkel haben wir aber vorbeifahren sehen - sehr witzig, weil Merkel 5 Polizeiautos um sich herum hatte und Obama ungefähr 12 Polizeiautos, drei gepanzerte SUVs, 6 Motorradpolizisten, die Feuerwehr und den Notarzt. Paranoid?

Dann ging es mit Bus weiter nach Byron Bay, wo sich die Bewohner in Hippies, Surfer und surfende Hippies einteilen lassen. Verrücktes süßes kleines Örtchen, aber total überlaufen von Touristen. Seit Freitag sind wir in Coolangatta, einem anderen Surferort und genießen hier noch ein bisschen Strand und Stadtbummel, bevor es morgen wieder nach Brisbane geht, denn Dienstag bekommen wir unseren Campervan! Klein und fein, aber alles drin, was man so braucht von Bett bis Campingkocher. Drei Wochen reisen wir dann durch 200 km² große Nationalparks und kleine Orte ein bisschen abseits der Touristenroute und sehen mal was vom "richtigen" Australien.

Habe dann wieder keine Ahnung, wie das mit dem Internet so aussieht, also entschuldige ich mich schonmal im Voraus.

 

Bis dann ihr Lieben und bereitet euch schön auf den Winter vor

 

 

 

 

PS: Eine Sache noch, total verrückt... Coolangatta, da wo wir gerade sind, hat eine Zwillingsstadt, die heißt Tweed Heads. Die beiden Städte sind nur durch eine Straße voneinander getrennt, die wiederum aber die Grenze zwischen Queensland und New South Wales ist. Wenn man über diese Straße geht, ist man aber nicht nur in einer anderen Stadt in einem anderen Bundesstaat, nein, man hat auch noch eine Stunde Zeitverschiebung, weil es in New South Wales eine Stunde später ist als in Queensland! Würde zu gerne Silvester hier verbringen - zweimal ;-)

12November
2014

Tschüss Bowen, hallo Brisbane!

Ich habe es endlich geschafft, Bowen zu verlassen!

Die letzten zwei Wochen habe ich auf einer Kürbisfarm gearbeitet und doch tatsächlich etwas Geld verdient. Die Arbeit war körperlich zwar anstrengender, weil man 2-6 Kilo Kürbisse durch die Gegend werfen muss, aber unsere Teamleiter und die Chefs waren super nett, haben uns viele Pausen machen lassen, dabei Limonade und Cola verteilt und uns außerdem sehr, sehr gut bezahlt.

Da der Daniel aber am Donnerstag nach Brisbane kommt, war es gestern an der Zeit, Tschüss zu sagen und mit dem Bus 21 Stunden nach Brisbane zu fahren. Ich freue mich natürlich total auf Daniel, aber nach 6 Wochen an einem Ort mit einer eigenen Wohnung, vielen Bekannten und ganz normalem Alltag, war es schon komisch zu gehen.

In Brisbane steht momentan übrigens die Welt Kopf! Freitag fängt ja hier der G20-Gipfel an, was ich so gar nicht bedacht hatte bei meinen Plänen und das wird für Daniel und mich noch ein schöner Spaß... Die komplette Stadt ist abgeriegelt von Donnerstag bis Sonntag, ingesamt ist eine Fläche von 30 km² in der Innenstadt gesperrt, wo man weder rein, noch raus kommt. Und der Flug-, Bahn-, und Busverkehr spielt dann wohl auch ab morgen verrückt, wie man so sagt. Mal schauen, wie ich den Daniel zum Hostel bekomme... 

Ansonsten gehts mir immernoch sehr, sehr gut und mir gefällt so ziemlich alles an Australien, bis auf so manche Tierchen. Und damit ich das "richtige" Australien auch mal sehe, haben Daniel und ich beschlossen, uns ein Auto zu mieten und mal für 2 Wochen oder so ins Outback zu fahren. 

Zum Abschluss gibts endlich mal wieder ein paar Fotos! 

Tschüssi

24Oktober
2014

immernoch in Bowen...

Hallo ihr Lieben,

ich bin immernoch in Bowen und pflücke fleißig Tomaten. Ich muss sagen, dass ich wirklich glücklich hier bin, obwohl die Arbeit hart ist. Vielleicht schildere ich euch mal meinen Tag, damit man das nachvollziehen kann.

 

Um 05:20 Uhr klingelt mein Wecker und ich quäle mich aus dem Bett. Nachdem ich mich angezogen hab und meine Lunchbox gepackt habe, rennen alle zum Bus, der um 06:00 Uhr abfährt. Auf dem Weg zur Farm sehen wir Wallabys über die Straße hüpfen. Um 06:30 kommen wir auf der Farm an und suchen uns unsere Teams, mit denen wir den Rest des Tages Tomaten pflücken werden. Die Fahrer kommen mit den 20 Jahren alten Autos und haben einen ebenso alten Anhänger dabei, auf denen neben den Tomatenkisten auch noch jeweils 13 Backpacker Platz finden müssen. Wir fahren zu dem Feld, das an dem Tag abgeerntet werden muss und auf der Fahrt fällt durchschnittlich 1 Backpacker halb oder ganz vom Anhänger runter. Ich war zum Glück noch nicht dabei... Jetzt wird angefangen zu pflücken. Jeder bekommt einen Eimer -  die guten Tomaten landen im Eimer, die schlechten auf dem Boden. Ab und zu sieht man ein Asiatenteam vorbeiziehen,  was sobald man es entdeckt hat, auch schon wieder weg ist. Als wären die alle auf Speed... Um 10.30 Uhr ist Breakfast, alle setzen sich unter den Anhänger und frühstücken oder machen ein Nickerchen. 20 Minuten später sind wir auch schon auf dem Feld und pflücken weiter. Alle paar Tage sieht man Emufamilien mit ihren süßen kleinen Babys durch die Felder laufen. Um 13:00 Uhr ist Lunchtime und es geht wieder unter den Anhänger in den Schatten. Diesmal sogar für 30 Minuten... Wow! Irgendwann nachmittags kommt Dave, nicht der Besitzer, aber der Manager der Farm und sagt, dass jetzt Schluss wäre. Nach einem kurzen Telefonat mit Clayton, dem Besitzer der Farm, den aber noch nie jemand gesehen hat, kommt er wieder und sagt, dass wir nur noch unseren Bin füllen müssen. In einen Bin passen 30 unserer Eimer, die wir mit uns rumschleppen. 10 Minuten später hat sich Clayton umentschieden und wir müssen noch einen weiteren Bin füllen. In Australien ist alles so super organisiert... 

Nachdem wir dann endlich zuhause sind, laufe ich noch schnell zum Supermarkt und auf dem Weg schwimmen im See direkt neben mir 2 Pelikane lang. Um 21:00 Uhr ist dann auch schon wieder Schlafenszeit.  

 

Das große Geld mache ich hier nicht, dafür müsste ich Asiate sein, aber ich wohne jetzt in einer super schönen neuen Wohnung nur mit den zwei schwulen Iren und der Anna aus Deutschland, die ich in Home Hill kennengelernt habe und es ist schön, einfach mal ein bisschen Routine zu haben und einen Ort, den man ansatzweise zuhause nennen kann. Dazu kommt noch, dass die Tage hier wie im Flug vergehen und ich heute mit Erstaunen festgestellt habe, dass ich schon 3 Wochen hier bin und Daniel auch schon in 3 Wochen kommt! Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Ich hoffe,  euch geht's gut im herbstlichen Deutschland! Hier wirds langsam Sommer und wir haben jetzt schon über 30 Grad. Bin froh, dass ich den richtigen Sommer nicht mehr mitbekomme, weil ich dann in Brisbane sein werde, wo dann erst der Frühling mit 25 Grad anfängt. Verrücktes Australien...

07Oktober
2014

Tomatenfarm, yeah!

Lang, lang ist's her... Bin jetzt in Bowen auf einer Tomatenfarm. Juhu... 

Brauchte unbedingt nen Job, weil Daniel ja bald kommt und ich dann erstmal nicht mehr arbeiten werde und die Farm war das Erste, was ich gefunden hab. Also bin ich los nach Bowen und hab am nächsten Tag sofort gearbeitet. Untergebracht sind wir in Wohnungen mit jeweils 8 Leuten, was echt super ist, da ich endlich mal meine Sachen in einen Schrank räumen konnte und nicht aus meinem Backpack leben muss. Außerdem haben wir eine eigene Küche - Luxus! 

Die Arbeit dagegen ist jetzt nicht so Luxus... Wir arbeiten jeden Tag 10-12 Stunden und haben keinen einzigen Tag frei. Bezahlt werden wir pro Tomatenkiste, die man mit einem Team von 13 Leuten gemeinsam füllen muss. Wenn deine Teammitglieder also langsam sind, verdienen alle wenig Geld. Die Leute da sind relativ freundlich, aber man wird einfach ausgenutzt. Gestern habe ich dann noch erfahren, dass unser Hostelbesitzer mehr an einer Kiste verdient als wir! Wir bekommen umgerechnet auf eine einzelne Person ca 7 Dollar pro Kiste und er bekommt einfach mal 8! Nur dafür, dass er die Backpacker an die Farm vermittelt... Aber ich zieh das jetzt einfach trotzdem durch, immerhin gebe ich hier kein Geld aus und kann noch ein bisschen was sparen pro Woche. Und ne Erfahrung isses allemal! Die Leute aus unserer Wohnung sind auch super nett und wir sitzen jeden Abend zusammen und essen, trinken und beschweren uns über unsere Arbeit. 

Werde hier wohl so 5 Wochen bleiben und schreibe deswegen nicht mehr so viel in meinen Blog. Gibt ja eh nix neues. 

 

Tschüssi

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